Sep
07

Zu dieser Sitzung hat der Rundfunkrat Jugendliche und junge Menschen, die sich besonders für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seine Aufgaben interessieren, eingeladen. Der Rundfunkrat knüpft mit dieser Form an schon früher durchgeführte Dialogveranstaltungen an.
Neu ist, dass die Arbeit des gesellschaftlich verankerten Aufsichtsgremiums des öffentlich-rechtlichen Rundfunks selbst im Fokus stehen wird. Während die Sitzung als Regelsitzung mit Zuhörerinnen und Zuhörern stattfindet, haben die Gäste sowohl vor als auch nach der Sitzung die Möglichkeit, den Mitgliedern, die von den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in Nordrhein-Westfalen in den Rundfunkrat entsandt wurden, auf den Zahn zu fühlen, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben.

Dazu sind zwei Diskussionsrunden vorgesehen. Vor der Sitzung wird es eine erste Fragerunde mit der Vorsitzenden und Mitgliedern des Rundfunkrats geben, in der grundsätzliche Themen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunks besprochen werden können. Nach der Sitzung stehen in einer Feedback-Runde die Vorsitzende und Mitglieder des Rundfunkrats den Gästen Rede und Antwort. Hier können Fragen und Themen diskutiert werden, die sich aus der aktuellen Sitzung ergeben, in der die Gäste live miterleben konnten, wie Aufsicht im öffentlich-rechtlichen Rundfunk funktioniert. Der Rundfunkrat möchte damit auch neue Wege gehen und ausloten, wie er noch mehr an Transparenz über seine Arbeit als Vertretung der Allgemeinheit im WDR erzielen kann.

Den Auftakt bildet am Vormittag eine Führung durch das Produktionsgelände des WDR in Bocklemünd. Dort können sich die Gäste, die von Rundfunkratsmitgliedern begleitet werden, über Studioproduktionen, aber auch die Ausstattungswerkstätten des WDR und die dort geleistete Ausbildung informieren.

Nach einem kurzem internen Teil stehen am Beginn der teil-öffentlichen Sitzung der Bericht der Vorsitzenden und der stellvertretenden Intendantin über aktuelle Entwicklungen im WDR, in der ARD, in der nationalen und europäischen Medienpolitik sowie über Programmfragen und die sich daran anschließende Aussprache.
Im Vierteljahresbericht der Intendantin wird der WDR-Rundfunkrat zusammenfassend über Programmbeschwerden sowie über weitere wesentliche Eingaben, Beschwerden und Anregungen zum Programm informiert. Nach § 10 Absatz 1 WDR-Gesetz haben die Bürgerinnen und Bürger das Recht, sich mit Anregungen, Eingaben und Beschwerden an den WDR zu wenden. In der Sitzung wird es um die Zuschriften gehen, die im WDR im Zeitraum April bis Juni 2011 eingegangen sind. Der zuletzt vorgelegte Vierteljahresbericht von Januar bis März 2011 sowie weiter zurückliegende Berichte sind abrufbar.
Die Vorsitzende des Rundfunkrats wird ihren Bericht über Publikumszuschriften einbringen. Die Vorsitzende berichtet ergänzend zum Bericht der Intendantin in regelmäßigen Abständen im WDR-Rundfunkrat über Publikumszuschriften, die sich an das Gremium richten. In der Sitzung am 8. September wird der elfte Eingabenbericht für den Zeitraum Anfang Januar bis Ende August 2011 vorgelegt.

Auf Beschluss des Rundfunkrats werden die vorgelegten Eingabenberichte auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, um größtmögliche Transparenz über die Anliegen des Publikums herzustellen. Daher werden die Eingabenberichte der Vorsitzenden auf den Internetseiten des WDR-Rundfunkrats zum Download bereitgestellt. Die bisherigen Eingabenberichte der Vorsitzenden können heruntergeladen werden.
Der WDR hat einen gesetzlichen Programmauftrag, nach dem sein Programm der Information, Bildung und Unterhaltung gleichermaßen zu dienen hat. Er hat darüber hinaus Beiträge zu Kultur, Kunst und Beratung anzubieten und in seinen Sendungen einen umfassenden Überblick über das internationale und nationale Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Der WDR hat nachzuweisen, dass der Programmauftrag auch entsprechend umgesetzt wird. Der WDR legt deshalb alle zwei Jahre den Bericht über die Erfüllung seines Auftrags, über die Qualität und Quantität der bestehenden Angebote sowie die Schwerpunkte der geplanten Angebote veröffentlicht. Dieser Bericht wurde zuletzt im Jahr 2010 vorgelegt und ist im Internet nachzulesen.

Darüber hinaus erhält der Rundfunkrat einmal im Jahr einen Bericht über die Erfüllung der Programmleitlinien. Und um diesen Bericht geht es in der Sitzung. Der Rundfunkrat hat den Bericht von der Intendantin erhalten und ihn in seiner Sitzung am 1. März 2011 zunächst an den Programmausschuss überwiesen. Der Programmausschuss wird dem Rundfunkrat über das Ergebnis seiner Beratungen berichten.
Außerdem steht der Bericht über die Aus- und Fortbildung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland sowie spezifisch im WDR auf der Tagesordnung. Die Berichterstattung hängt auch damit zusammen, dass der Rundfunkrat für Beschlüsse über Grundsatzfragen der Personalwirtschaft des WDR einschließlich der Beschlüsse über Grundsatzfragen zur Frauenförderung bei der Verwirklichung des Grundrechts der Gleichberechtigung von Frauen und Männern im WDR zuständig ist.

Weitere Berichte, die zur Überweisung an die Ausschüsse anstehen, sind der Bericht an den Rundfunkrat nach § 5a WDR Gesetz zu den Auftrags- und Koproduktionen des WDR mit unabhängigen und abhängigen Produzenten sowie der GEZ-Geschäftsbericht 2010.
Informationen zu den Sitzungen des Rundfunkrats

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