Archive for the 'Wirtschaft' Category

Dez
17

Rundfunkrat stimmt Haushaltsplan 2011 und Mittelfristiger Finanzplanung bis 2014 zu / Piel: Sparkurs fortsetzen

Der Rundfunkrat des Westdeutschen Rundfunks hat dem von der Intendantin eingebrachten Haushaltsplan 2011 und der Mittelfristigen Finanz- und Aufgabenplanung 2010 bis 2014 zugestimmt. Der Betriebshaushaltsplan geht von Erträgen in Höhe von 1,33 Mrd. Euro aus – rund 20 Mio. Euro weniger als 2010. Dem stehen Aufwendungen in Höhe von 1,38 Mrd. Euro gegenüber. In der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich ein betriebswirtschaftlicher Fehlbetrag, der nach Übertrag in den Finanzplan dort zu einem Fehlbetrag in Höhe von 32 Mio. Euro führt und der Rücklage entnommen wird.

Continue reading WDR muss sparen

Jan
26

Aus einer Pressemitteilung des WDR vom 26.01.2010 zur Sendung “Hart aber Fair”:

Deutschlands ehemals oberster Pharmakontrolleur Peter Sawicki, der offiziell wegen einer Dienstwagenaffäre zum 31. August den Stuhl räumen muss, wird in der morgigen ARD-Sendung „Hart aber fair“ (Das Erste, 27.01.2010, 21.45 Uhr) nicht live in der Talkrunde sitzen. Moderator Frank Plasberg führte vorab ein Einzelgespräch mit dem Mann, dessen Aufgabe darin bestand, der Industrie auf die Finger zu klopfen. Es ist das erste Gespräch, dass der gefürchtete Arzneimittelprüfer nach seiner jüngst bekannt gewordenen frühzeitigen Auflösung seines Vertrags, hinter der politische Interessen vermutet werden, gibt.

Anlässlich des „Hart aber fair”-Themas „Dammbruch bei den Kassenkosten - Bahn frei für die Klassenmedizin?“ (Das Erste, 27.01.2010, 21.45 Uhr) äußert Sawicki im Gespräch mit Frank Plasberg, dass er es für „unbedingt notwendig“ halte, „dass Ärzte und Patienten unabhängig informiert werden.“ Dies sei momentan nicht der Fall. Die Ärztekammern seien gefragt, unabhängige Fortbildungsveranstaltungen anzubieten.

Auf die Frage von Frank Plasberg, ob sich in Sawickis Zeit als Leiter des 2004 neu gegründeten Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) die Macht der Pharmalobby geändert habe, sagt Sawicki: „Die Macht der Pharmalobby ist riesig. Die Pharmaindustrie beeinflusst alles: vom Politiker, über Gremien, über Zulassungsbehörden, über Ärzteorganisationen, Ärzte, bis hin zu Selbsthilfegruppen. Jede einzelne Etage wird beeinflusst in die Richtung des Umsatzes.“

Versuche, auch ihn zu beeinflussen, habe es „natürlich“ auch gegeben, so Sawicki. „Nur irgendwann mal hatte man aufgegeben.“ Frustriert sei er jedoch nicht, dass man seinen Vertrag nun nicht verlängere. Sawicki: „Es hat was gebracht, das Institut ist leistungsfähig. Meine Aufgabe war, das Institut aufzubauen, das Institut funktioniert. Unter schwierigsten Umständen haben wir das aufgebaut, meine Kollegen und ich. Das Institut wird weiterarbeiten und ich denke, dass es ein Erfolg war.“

Jan
23

… ist für mich der Rausschmiss des Leiters des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (“IQWiG”), Prof. Dr. med. Peter T. Sawicki.
Natürlich ist die persönliche Integrität des obersten Pharma-Kontrolleurs der Bundesrepublik ein wichtiges Thema. Aber anscheinend sich sich alle darin einig, dass Sawickis laxer Umgang mit den “Hausregeln” eher kein Indiz für eine schlampige oder gar bestechliche Arbeitsmoral sind.

Ganz im Gegenteil. Seine standhafte Position gegenüber der Pharmalobby ist wohl die Wurzel für seine Unbeliebtheit.

Der Spiegel berichtet, dass

“sich auch die Wirtschaftsminister der Länder darauf verständigt hatten, die IQWiG-Methodik sei nicht länger “volkswirtschaftlich hinnehmbar”. Bei der Bewertung von Arzneimitteln müssten auch Kriterien wie die “Wettbewerbsfähigkeit, insbesondere der heimischen pharmazeutischen Unternehmen”, einfließen”.

Mhhh, das Institut, dass die Qualität von Medikamenten und Behandlungsverfahren prüfen und einschätzen soll, muss dabei gleichzeitig die “Wettbewerbsfähigkeit” - also die Profitchancen - der heimischen Pharmaunternehmen berücksichtigen?
Es geht um Krebs, Migräne, Schmerztherapie und ob Pillen, Salben und Spritzen den Schmerz der Patienten lindern und die Krankheit vertreiben können.
Und zugleich soll relevant sein, ob die Pille von einem deutschen Unternehmen hergestellt wurde, mit welchem Aufwand sie entwickelt wurde und mit welchem möglichen Gewinn sie vertrieben werden kann?

Das ist pervers.

Die Aufgabe des IQWiIG ist klar definiert:
“… die Vor- und Nachteile medizinischer Leistungen für Patienten und Patientinnen objektiv zu überprüfen.”
Da steht nix von “Vor- und Nachteile medizinischer Leistungen für die heimische Pharmawirtschaft”!!”

Ich kann nur hoffen, dass dies auch so bleibt. Alles andere würde unser renovierungsbedüftiges Gesundheitssystem noch schneller abstürzen lassen!

Eine journalistische Intervention, eine Kampagne der Wissenschaftspresse scheint an dieser Stelle notwendig zu sein. Also los!

Read this:

Sep
30

Die Stadtsparkasse Dortmund verändert ihr Standort-, Filial- und Geldautomatennetz und erweitert ihr Service-Angebot. So berichtet es ganz aktuell die Ruhr-Nachrichten: “Filialnetz wird deutlich ausgedünnt”

Was Aplerbeck betrifft, so sind u.a. folgende Veränderungen geplant:

  • Die Zweigstellen Aplerbeck-Nord und Aplerbecker Mark werden geschlossen. Die Beschäftigten wechseln in die Filiale Aplerbeck Mitte.
  • Dort werden die Öffnungszeiten an den Nachmittagen erweitert und vereinheitlicht (immer bis 18 Uhr).
  • Die Geldautomaten Stadtkrone Ost und Alt-Schüren werden abgebaut. Dafür wird es Geldautomaten im Gewerbegebiet (real) und im Rodenbergzentrum geben.
  • Es wird zusätzliche Service-Angebote (Beratung / Bargeldservice zu Hause) geben.

Update: Hier die Berichte aus WR und WAZ vom Abend.

Die RN beschreibt die Situation in Aplerbeck:

Und hier die Pressemitteilungen der Sparkasse zum Download:

Sep
12

Sep
10

Wer wird der neue DEW-Chef?

Aug
25

Prima geschrieben von Volker:

Feiern auch Sie wie ein Staatsgast - Angie lädt ein

Hier der Originalbeitrag von Report Mainz auf You Tube:

und ein Interview mit Parteienrechtler Martin Morlock in der SZ:

sowie der entsprechende Artikel auf spiegel-online (26.8.):

Die Grünen haben schon reagiert (26.8.):

Und der Klaus hat’s vorher schon gewusst (8.5.):

Aug
16

Mrz
25

Einstimmig (!!!) und gegen den ausdrücklich geäußerten Wunsch des Fraktionsvorsitzenden Ernst Prüsse hat die Dortmunder SPD beschlossen, eine Rekommunalisierung der Energieversorgung in Dortmund anzustreben.

Der Beschluss eines Antrags zum Thema “Stärkung kommunaler Unternehmen” ist wegweisend für die Verhandlungen der nächsten Jahre.

Die Stadt besitzt 53 Prozent an der Dortmunder Energiegesellschaft DEW21. RWE ist zur Zeit mit 47 Prozent beteiligt. Nach einem Beschluss des Kartellamts muss RWE im Jahr 2014 seine Beteiligung an der DEW erneut prüfen lassen. Und es muss damit gerechnet werden, dass die Aufsichtsbehörden die weitere Beteiligung von RWE an DEW21 untersagen.

Eine politische Mehrheit in Dortmund könnte dann entscheiden, die Anteile an irgendein anderes grosses Energieversorgungsunternehmen zu verkaufen. Aber ebenso ist es denkbar, die Anteile der DEW zurückzukaufen und zum Beispiel in einen größeren Kommunalverbund mit Gas-, Wasser- und Stromversorgung einzubringen.

Dazu sagt die Dortmunder SPD nun:

Ein Unternehmen unter kommunaler Trägerschaft ist besser in der Lage, wirtschaftliche Stabilität, Umweltverträglichkeit und soziale Ziele miteinander zu verbinden. Wir brauchen eine starke DEW21, bei der die kommunale Einflussnahme möglichst groß ist. Dies ist unter den derzeitigen Beteiligungsverhältnissen (fast 50%-Beteiligung der RWE) schwer möglich. Unser Ziel ist es daher, den Einfluss der Kommune auf das städtische Energieunternehmen DEW21 zu erweitern.
(…)
Der Unterbezirk wird eine Kommission einsetzen, die sich explizit mit diesen Fragen beschäftigt und Möglichkeiten einer verstärkten kommunalen Beteiligung bei der DEW21 ausarbeitet.

Ausser dem Thema Energie enthält der Beschluss auch noch eine klare Absage an eine Privatisierung des Klinikums.

Der Beschlusstext ist unter Führung der Dortmunder Jusos entwickelt worden. Einzelne SPD-Mitglieder sowie auch der Unterbezirksvorsitzende Franz-Josef Drabig hatten an dem Text in Teilen mitgearbeitet. Ein positives Votum der Antragskommission machte letztendlich die überraschend klare Entscheidung des Parteitags möglich.

Nachtrag: Bericht in der WAZ vom 25.03.09

Mrz
16

… hat es nicht leicht im Moment.

Keiner mag sie mehr.

Der markus nicht.

Der Andreas nicht.

Der Josef nicht.

Der Joachim nicht.

Der Horst nicht.

Der andere Markus auch nicht.

Der Christian nicht. Sagt der Michael auch.

Der Nico mochte sie schon vor zwei Jahren nicht mehr.

Arme Angela :-(